Arbeitssieg für SVA II
SV Allensbach II – SG Schenkenzell/Schiltach 26:18 (12:5)
Wer gute Nerven hatte und einen Hang für Crimis, der bekam heute so einiges geboten. Von vorne herein war den Hausherrinnen klar, dass sie heute mit der SG Schenkenzell/Schiltach den aktuellen Tabellenletzten zu Gast hatten. Leichtes Spiel also? Weit gefehlt! Den Allensbacherinnen fehlte nach drei Wochen Spielpause der Spielrhythmus und den Gästen aus dem Schwarzwald war klar, dass sie eigentlich keine Chance haben würden zu gewinnen, aber die nutzten sie soweit ihre Möglichkeiten dies zuließen. Allensbach wusste in der ersten Halbzeit vor allem durch gute Abwehrarbeit zu überzeugen. Fünf Gegentore für Allensbach stellten dies eindrucksvoll unter Beweis. Die SG hatte einfach kein probates Mittel gefunden die Abwehr des SVA zu überwinden und wenn doch, waren die Bälle meist Beute von Claudia Fechner im Tor der Hausherrinnen. Das gab Selbstvertrauen und die anfänglich häufiger zu sehenden „Stockfehler“ unserer Zweiten blieben ohne Wirkung, da man eben doch, vor allem durch Tempogegenstöße, seine Tore erzielen konnte. Über 6:1 auf schließlich 12:5 bauten die Gastgeberinnen Ihren Vorsprung bis zur Halbzeit aus. „A Gmäht’s Wiesle“ sei das, so dachten sicher die einen oder anderen Zuschauer an diesem Nachmittag.
Doch solch ein Vorsprung macht anscheinend etwas übermütig. Dies, zumal die Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 15:5 ausgebaut wurde. Ein trügerisches Zeichen! Miri wechselte nun noch fleißiger durch, was den Spielfluss und die Sicherheit im Spiel denn doch etwas ins Stocken brachte. Auch sah die zweite Torhüterin des SVA nach anfänglich zwei gut gehaltenen Bällen des Öfteren etwas unglücklich aus. Die SG nahm diese Unsicherheit auf Seiten der Hausherrinnen dankbar zur Kenntnis und wurde dadurch Zielstrebiger, nach dem man sich offensichtlich schon damit abgefunden zu haben schien, auch in diesem Spiel nur zweiter Sieger zu sein. Mit der jetzt offeneren Deckung der Gäste kamen die Gastgeberinnen immer weniger zurecht. Mehr und mehr schlichen sich Fehler ein und die SG begann nun ihrerseits eine Aufholjagd. Beim 19:9 in der 44. Minuten sah noch alles nach einem sehr deutlichen Erfolg des SVA aus. Innerhalb von Neun Minuten schmolz dieser 10 Tore Vorsprung aber auf 4 Tore ab. Die von der Trainerin des SVA in der 47. Minute genommene Auszeit brauchte dann noch weitere Neun Minuten bis die Worte in den Köpfen der Spielerinnen angekommen waren, denn plötzlich wusste unsere Zweite wieder, wo das Tor stand, legte nach, so dass am Ende trotz allem, acht Tore Differenz zu Gunsten des SVA zu Buche standen.
Es spielten: Claudia Fechner, Arzu Civelek, Kathrin Egenhofer (1), Lisa Stocker, Friederike Horbach (1), Romina Kininger (1), Julia Willauer (1), Julia Diehl (4), Lisa Maier (2), Alexandra Tinti (1), Laura Gruczek (4), Cleo Glatz (6/1), Kerstin Lang, Jaqueline Maier (5/1).
Bericht: Uli Pleschke